Schlaf

Schlaf

Wie wichtig guter S. ist, wissen wohl vor allem diejenigen, denen er nicht selbstverständlich gegeben ist. Nicht zufällig gehören S.störungen zu den Merkmalen einer Depression und wird S.entzug als Foltermethode eingesetzt.

Dass ungestörter S. dabei alles andere als selbstverständlich ist, davon zeugt nicht zuletzt die Populärkultur: »Schlaflos in Seatlle« zu sein kommt uns – Romantik! – vergleichsweise erstrebenswert vor, Faithless‘ »Insomnia« verherrlicht S.anomalien als Folge der 90er-Jahre-Clubkultur. Wie sich S.mangel vielleicht musikalisch übersetzen lässt, zeigen die Prog-Rocker von King Crimon mit »21st Century Schizoid Man« – das drängt sich mir jedenfalls durch den Titel der Kompilation »Sleepless: The Concise King Crimson« auf.

Wie auch immer, »was tun?« lautet natürlich die zentrale Frage. Das entscheidende Stichwort lautet »S.hygiene«. Das Netz ist voll von Seiten mit Tipps und Tricks dazu, das bekräftigt noch einmal die Verbreitung der S.losigkeit, es scheint sich nennenswerter Traffic damit generieren zu lassen … Ob es nun aber gleich »19 Regeln« sein müssen oder ob »drei Achtsamkeitsimpulse« bereits ausreichen, das lasse ich mal dahingestellt.

Und nenne lieber kurz und knapp meine drei Favoriten: Medienabstinenz, Meditation und Gelassenheit. Jetzt denkt die eine oder der andere vielleicht: »Gelassenheit, wtf? Wie soll ich schlaflos gelassen sein?« Ich meine folgendes: Wenn ich beispielsweise morgens nach einer halben, Dreiviertelstunde nicht wieder eingeschlafen bin, dann stehe ich halt auf, auch wenn es noch vor fünf ist. Und mache mir lieber einen Kaffee und Gedanken darüber, ob ich einen kleinen Mittagsschlaf in den Tag einbauen kann. (Aber nicht zu lang, sonst gefährde ich den kommenden Nacht-S. …)

Bild von Pexels auf Pixabay