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Tabu

Tabu

Ist es vorstellbar, dass im 21. Jahrhundert eine Krankheit mit geschätzt 350 Millionen Betroffenen ein T. darstellen könnte? Ja und nein: Viele Menschen trauen sich weiterhin nicht, offen mit ihrer Erkrankung umzugehen, sie befürchten Stigmatisierung, Nachteile im privaten, vor allem aber wohl im beruflichen Umfeld. 

Tanzbereich

Tanzbereich

»Mein Tanzbereich, nicht mein Tanzbereich, dein Tanzbereich« – in diesen Worten steckt die Frage der Abgrenzung, der Grenzziehung zwischen mir und den Mitmenschen. Manchmal geht es lediglich pragmatisch darum, wer für was verantwortlich ist und sich kümmern sollte (oder eben nicht: »mind your own business«). 

Trauer

Trauer

Psychische Erkrankungen gehen nicht selten mit Verlusten einher – etwa dem Verlust des Arbeitsplatzes, bisweilen einer Partnerschaft oder schlicht der »Normalität« des bisherigen Lebens ohne eine Diagnose. Verluste lösen T. aus, sie ist Teil des emotionalen Prozesses zur Bewältigung von Verlusten (wenn auch nicht exklusiv, Verluste können ja auch bspw. Wut hervorrufen).

Dabei sind die Symptome der T. in vielem denen der Depression ähnlich, mit der Nase darauf gestoßen hat mich Johann Haris Buch »Lost Connections« (dt.: »Der Welt nicht mehr verbunden«). Überlappung besteht insbesondere bei Schlafstörungen, Suizidalität und psychosozialen Beeinträchtigungen – nachzulesen inkl. Literaturbeleg bei Prof. Dr. Heinz Böker: »Trauer, komplizierte Trauer und Depression im psychotherapeutischen Prozess« (Folie 18).

Und die Unterschiede? Klarer als Hari notiert sie Böker: Menschen mit depressiver Symptomatik neigen stärker zu Gefühlen der Wertlosigkeit und zu Selbstabwertung, sie gehen aus der emotionalen Verbindung zu anderen.

Henne oder Ei: Ob wir nun die Verluste als Folge von psychischen Erkrankungen betrauern oder uns anderweitige Verlusterfahrungen an unsere psychische Belastungsgrenze bringen – versuchen wir um unserer selbst willen, verbunden zu bleiben. Dann klappt’s auch mit dem T.n.