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S – C – P

S – C – P

Subjekt – Copula – Prädikat, Urteilsform der Logik, mit der einem Gegenstand Eigenschaften (im weitesten Sinne) hinzugefügt werden; bspw. »Sokrates (S) ist (C) ein Mensch (P). Nun ist zwar Prädikation, also die Zuschreibung von Eigenschaften nach dem Muster von »das Rad ist orange«, nicht dasselbe 

Scham

Scham

Die Belastungen, Einschränkungen und manchmal auch bloßen Eigenheiten, die mit psychischen Erkrankungen einhergehen, lösen häufig intensive Gefühle der Scham aus: Wie erkläre ich, dass ich mich nicht in die Menschenmenge begeben kann? Ich denke, dass man mir ansieht, wie es mir geht! Möchte ich überhaupt 

Schlaf

Schlaf

Wie wichtig guter S. ist, wissen wohl vor allem diejenigen, denen er nicht selbstverständlich gegeben ist. Nicht zufällig gehören S.störungen zu den Merkmalen einer Depression und wird S.entzug als Foltermethode eingesetzt.

Dass ungestörter S. dabei alles andere als selbstverständlich ist, davon zeugt nicht zuletzt die Populärkultur: »Schlaflos in Seatlle« zu sein kommt uns – Romantik! – vergleichsweise erstrebenswert vor, Faithless‘ »Insomnia« verherrlicht S.anomalien als Folge der 90er-Jahre-Clubkultur. Wie sich S.mangel vielleicht musikalisch übersetzen lässt, zeigen die Prog-Rocker von King Crimon mit »21st Century Schizoid Man« – das drängt sich mir jedenfalls durch den Titel der Kompilation »Sleepless: The Concise King Crimson« auf.

Wie auch immer, »was tun?« lautet natürlich die zentrale Frage. Das entscheidende Stichwort lautet »S.hygiene«. Das Netz ist voll von Seiten mit Tipps und Tricks dazu, das bekräftigt noch einmal die Verbreitung der S.losigkeit, es scheint sich nennenswerter Traffic damit generieren zu lassen … Ob es nun aber gleich »19 Regeln« sein müssen oder ob »drei Achtsamkeitsimpulse« bereits ausreichen, das lasse ich mal dahingestellt.

Und nenne lieber kurz und knapp meine drei Favoriten: Medienabstinenz, Meditation und Gelassenheit. Jetzt denkt die eine oder der andere vielleicht: »Gelassenheit, wtf? Wie soll ich schlaflos gelassen sein?« Ich meine folgendes: Wenn ich beispielsweise morgens nach einer halben, Dreiviertelstunde nicht wieder eingeschlafen bin, dann stehe ich halt auf, auch wenn es noch vor fünf ist. Und mache mir lieber einen Kaffee und Gedanken darüber, ob ich einen kleinen Mittagsschlaf in den Tag einbauen kann. (Aber nicht zu lang, sonst gefährde ich den kommenden Nacht-S. …)

Bild von Pexels auf Pixabay

Selbsthilfegruppe

Selbsthilfegruppe

Rückblickend hat wohl mit dem Eintritt in eine S. (SHG) des Kieler Fenster mein psycho-gesundheitlicher Weg bergauf begonnen. Die grundsätzlich wohlwollende, häufig aber auch konstruktiv schonungslose Offenheit derer, die eigene Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen haben, hat es mir nach und nach zu akzeptieren ermöglicht, dass 

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit

Alle Menschen möchten auf der Grundlagen eigener Fähigkeiten in der Welt tätig sein. Die Erwartung, dies – allgemein oder auf bestimmte Kontexte bezogen – auch tatsächlich eigenständig tun zu können, ist die Selbstwirksamkeitserwartung. Menschen mit psychischen Erkrankungen haben denselben Wunsch nach Selbstwirksamkeit, allerdings aufgrund von 

Sex

Sex

Auch keine Rettung.

Shetty

Shetty

Jay, Autor des Buches Das Think-like-a-monk-Prinzip.

Sicherheit in der Unsicherheit

Sicherheit in der Unsicherheit

Mit prägnanten Wendungen ist es so eine Sache: Haben sie uns erst einmal gepackt, lassen sie uns vielleicht eine Weile nicht mehr recht los – und erst später stellen wir fest, in wessen Gesellschaft wir damit geraten sind. Schließlich haben wir kein Monopol auf die 

Sinn des Lebens

Sinn des Lebens

Diesmal nicht »42« als Antwort auf die Frage »nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest« aus Douglas Adams‘ »Hitchhiker’s Guide to the Galaxy«. Auch wenn das seine eigene Prägnanz hat.

»Man muss sich nur eine Katze ansehen. Eine Katze, die den ganzen Tag schläft. Da weiß man, dass der Sinn des Lebens einfach das Leben ist.«

(Ruth Klüger, Nachruf auf die Germanistin und Holocaust-Überlebende von Iris Radisch in DIE ZEIT 43/2020 vom 15. Oktober 2020, 51.)

Dieser Ausspruch hat mich bewegt (und ja, ich fühle mich ein bisschen schäbig dabei, dass ich dafür die übergroße Furchtbarkeit der Shoah brauche). Die Frage nach dem Sinn hat mich lange umgetrieben, je schlechter es mir ging, desto verzweifelter und fixierter – und losgelassen hat sie mich noch lange nicht.

Vgl. Achtsamkeit und Dharma.

Sisyphus

Sisyphus

Ihr wisst schon, der mit dem Stein. Warum ich mich heute mit der mythischen Figur beschäftige, habe ich der Wochenzeitung DIE ZEIT zu verdanken: In ihrem Jahresrückblick in No. 51 vom 7. Dezember 2020 haben die Hamburger einerseits auf beeindruckende Weise durch das Auge der