hadern

Der Duden hält das schöne Wort »h.« für ein gehobenes, ich befürchte, es fällt vor allem zunehmend ein wenig aus der Zeit, wirkt altmodisch. Für den Dachs ein Grund mehr, daran festzuhalten. Natürlich ist der Inhalt weit weniger schön: Vom altnordischen Wort für »Kampf« herkommend (sagt der dt. Wortschatz), meint es eine streitende, zankende Unzufriedenheit… hadern weiterlesen

halb voll

In Zeiten von Krankheit und anderen Belastungen sind wir oft bestimmt vom Gefühl des Verlusts und der Krise. Natürlich ist es auch dann eine Banalität, dass wir alle es in der Hand haben, das Glas als halb voll oder halb leer anzusehen – und häufig wollen wir das in solchen Phasen gar nicht hören. Dennoch… halb voll weiterlesen

Handeln

Intentionen allein genügen nicht: »Ich wünschte, ich wäre glücklicher« (also bspw. nicht depressiv) heißt eigetlich »Ich möchte so weitermachen wie bisher«. (Shetty, 130). In meiner Selbsthilfegruppe heißt es in ähnlichen Zusammenhängen übrigens: »Manchmal muss man einfach machen

Heimat

Heute morgen – Sonntag, keine Verpflichtung voraus – saß ich ein wenig melancholisch am Frühstückstisch, und eine Reportage des Zeit-Magazins traf meine Stimmung: »Mutterland« (No. 15/2022). Darin geht es um das besondere Verhältnis der Autorin zu Beirut und zum Libanon, dem Land, das ihre Mutter 1975 wegen des Bürgerkriegs verlassen musste. Der Artikel schließt mit… Heimat weiterlesen

Hier & Jetzt

Achtsamkeit ist eine tolle Sache für das Gefühl, »einfach im H. & J. zu sein«. Als oller Denker brauche ich zur wirksamen Suspendierung des Gedankenkarussells bisweilen mehr als nur einen Sinn im Fokus – höre um dich herum, fühle deine Atmung, spüre (wie im sogenannten Bodyscan) einmal quer durch deinen Körper … Das geht aber… Hier & Jetzt weiterlesen

Hilfe

H. anzunehmen, kann man lernen. Ein wichtiger Schritte dazu ist die Akzeptanz, dass man sie verdient hat – statt in der schambesetzten »Lebensfalle Unzulänglichkeit« (vgl. Art. »verdienen«) stecken zu bleiben.

Hoffen

Jede Depression ist wohl anders. Meine war nie eine »Ich komm nicht aus dem Bett«-Depression, auch wenn ich nicht behaupten kann, mich morgens je richtig gut gefühlt zu haben. Mein Style in Depressionsdingen war immer mehr eine »ich mache immer weiter, aus Pflicht und damit ich nicht zu sehr nachdenken muss«-artige Sache. Gepaart mit dem… Hoffen weiterlesen

Hoffnung

»Hoffen heißt handeln, als wäre Rettung möglich. Es ist nicht ausgemacht, dass unsere Mühe vergeblich ist.« Fulbert Steffensky, Theologe Gelesen im ZEIT-Magazin Nr. 47 vom 12. November 2020, S. 6.

Hund

»Mein schwarzer H.«, illustriertes Buch, in dem Matthew Johnstone zeigt, wie er seine Depressionen »an die Leine legte« (Verlag Antje Kunstmann, es gibt sogar eine Youtube-Fassung). Bekam ich von meiner Frau geschenkt, um mir zu zeigen, dass ich auch einen habe. Hat als Begriff in der Familie geholfen, über meine Depressionen und ihre Auswirkungen zu… Hund weiterlesen