Artikel

Geduld

Geduld

Nach einer – wie ich jetzt anerkennen kann – schier endlosen Zahl an Jahren mit dem schwarzen Hund kann ich nicht von mir erwarten, einfach einen Schalter umzulegen (wo wäre der auch?) und ein gänzlich anderes Leben zu führen. Das heißt, ich kann schon, das 

gefährlich

gefährlich

Depressionen sind gefährlich, sie nehmen Lebensfreude, ziehen auch die körperliche Gesundheit in Mitleidenschaft und bringen ungesunde Verhaltensweisen mit sich oder schränken die gesunden ein – statt etwa spazieren zu gehen und dabei frische Luft und Tageslicht zu »tanken«, ziehen wir uns vielleicht zurück und bleiben 

Gehen

Gehen

Ich gehe gern. Punkt. Gleichmäßigkeit der Bewegung, Rhythmus, Muße zum Denken und Schauen, frische Luft – eigentlich alles spricht für das G.

Daraus folgt nicht gleich »die Kunst, ein wildes und poetisches Leben zu führen«, wie im Romantitel von Tomas Espedal. Aber ein bisschen wild und frei fühle ich mich schon, wenn ich statt des direkten Wegs zum Bäcker den Umweg durch die offenen Landschaft wähle. (Fast so toll wie Radfahren.)

Geist

Geist

Lange habe ich mit meinen Gedanken gehadert: Zwar ist mein Denken ein wichtiger Teil von mir, mit ihm habe ich Ergebnisse erzielt und Fähigkeiten erworben, auf die ich stolz bin. Zugleich ist mein Geist nicht unberührt von Depression, in Gedankenschleifen und Kritik nehme ich mir 

Goth

Goth

Auch Grufti. »Schwarze« Subkultur, unter deren jugendlichen Anhängern eine 2015 im Magazin The Lancet Psychiatry veröffentlichte britische Studie eine dreimal höhere Häufigkeit von Depressionen erkannte als in Vergleichgruppen (auch von selbstverletzendem Verhalten; Open-Access-Text). Als Mensch mit Gruft-Seite ist mir natürlich vollmondklar, dass ich (musikalisch) »schwarz«